Smart Plastics @ INNONET Innovationstag 2016

Smart Plastics Vortrag auf dem INNONET Innovationstag 2016 in Stuttgart.

INNONET Innovationstag 2016 am 22. November 2016 in Stuttgart

Innovationen in Kunststoff“ – unter diesem Motto beleuchten auch in diesem Jahr Experten aus Wirtschaft und Forschung die neuesten Entwicklungen und Trends in der Kunststofftechnik. Reichlich Visionäres und innovative Fertigungstechniken standen im Fokus beim diesjährigen Innovationstag des INNONET Kunststoff im Internationalen Congresscenter Stuttgart (ICS) der Messe Stuttgart. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen einer Vorschau auf die Moulding Expo 2017, die zugleich Mitveranstalter des Formats war.

Dr. Markus Koppe referierte im Zuge dessen zum Thema: “Smart Plastics – Bauteilfunktionalisierung an der Schnittstelle Mechatronik, Kunststoff und Design” referieren. Er lenkte den Blick auf die zukunftsträchtige Synthese aus Kunststoff und Elektronik. Er berichtet über die Technologieangebote und die neuesten Ergebnisse aus der Unternehmens- und Technologieplattform „Smart Plastics“, die Entwicklungen hochintegrierter, elektronischer Bauteile sowie Folientechnik beispielsweise für Bedienelemente im Fahrzeuginnenraum oder in Haushaltselektronik vorantreibt.

Nach ihrer fulminanten Premiere im Jahr 2015 etablierte sich diese Leistungsschau auf der Messe Stuttgart als feste Größe in der Branche, mit dem INNONET Kunststoff als leistungsfähigen Partner. Die Platzierung des Innovationstages am selben Standort wie bei der Erstausgabe vor fünf Jahren zeigte auch eines eindrücklich: der Innovationstag funktioniert! So prägnant formulierte es Eberhard Lutz, Mitglied des INNONET Kunststoff Steuerkreises und Vertriebsleiter Inland bei der ARBURG GmbH +Co KG in Loßburg. Kunststoff ist ein Werkstoff-Youngster: „4000 Jahre Bronze, mehr als 100 Jahre Polymer, da kann noch viel passieren“, so  Prof. Dr. Thomas Seul, Präsident des Verbands Deutscher Werkzeug- und Formenbauer. Mit seinem plakativen Vergleich plädierte er für mehr Kreativität in den Konstruktionsbüros: „In 10 Jahren machen Sie 80 Prozent Ihres Umsatzes mit heute noch unbekannten Produkten“. Seul hält die Zeit deshalb reif für einen Perspektivenwechsel in der Kunststoffbranche: „Treiber ist das Produkt, produziert wird also in Zukunft, was der Markt verlangt und nicht, was die Technologie hergibt“.   Impulse von außen gepaart mit Best-Practice-Beispielen von Mitgliedern sind Erfolgsrezepte des Innovationstages. Den netzwerkinternen Part bestritt in diesem Jahr Andreas Sutter von der Meusburger Georg GmbH & Co KG, dem bislang einzigen österreichischen Unternehmen im INNONET. „Wissensmanagement klingt unspektakulär, schafft aber Wettbewerbsvorteile und ist damit ein klarer Erfolgsfaktor, um das Wissen im Unternehmen sicherzustellen“. Mit dieser Materie widmete sich Sutter einem Thema, welches in vielen Unternehmen geradezu stiefmütterlich behandelt wird, beim führenden österreichischen Hersteller von Normalien für die Kunststoffbranche jedoch vorbildlich gelöst ist. Kunststoffe sind das zentrale Element visionärer Fahrzeug- und Antriebskonzepte. Diesen Themenbereich beleuchteten gleich zwei Referenten: Karim Bahroun von der Robert Bosch GmbH bot seinem Publikum intensive Einblicke in die Arena 2036, die Automotiv-Forschungsplattform und automobile Zukunftsschmiede des Landes Baden-Württemberg. Dr. Markus Koppe, der zweite Österreicher im Referentenpool, lenkte den Blick auf die zukunftsträchtige Synthese aus Kunststoff und Elektronik. „Smart Plastics“ nennt sich die Unternehmens- und Technologieplattform in Oberösterreich, die eine Entwicklung hochkomplexer elektronischer Bauteile sowie Folientechnik beispielsweise für Bedienelemente im Fahrzeuginnenraum oder in Haushaltselektronik vorantreibt. Die Fertigungstechnik nimmt traditionell einen breiten Raum beim Innovationstag ein. Prof. Dr. Steffen Ritter von der Hochschule Reutlingen stellte Möglichkeiten und Grenzen 3D-gedruckter Werkzeugeinsätze dar. Christian Theel von der Neoplas GmbH und Jörg Buch von der Werner Wirth System GmbH beschäftigten sich ebenso wie Dr.-Ing. Lienhard J. Paterok vom F&E-Zentrum für Oberflächen und Höchstleistungswerkzeugbau mit Themen rund um die Oberflächenveredelung von Kunststoffen und Werkzeugen.